UK – Tag 8 – London

Wie ich das Tetris spielen vor jeder Reise liebe. Nicht.

Jedes Mal frage ich mich, wie noch vor kurzem all diese Dinge in den Koffer rein gepasst haben. Aber wie jedes Mal hilft ein wenig Fluchen und etwas grobe Gewalt. Interessant wird dann das Sortieren meiner ganzen Notizen, Gedanken, Erinnerungen, die ich teilweise auf kleinen Zetteln notiert habe und in der Not auch schön unsortiert in den Koffer geworfen habe.

Inlandflüge in England sind eine Herausforderung. Am meisten für die Piloten wie es scheint. Mir kam es vor als ob dieser mehrfach eine Rolle versucht hat. Ansonsten das Motto für London. Keep cool, look tough, and look uninterested. Und immer Kopfhörer dabei haben. Dann fällst du nicht mehr auf. Alleine in der Tube (U-Bahn von London) habe ich auf der Piccadilly Line mehr Kulturen kennen gelernt als vorher im meinem ganzen Leben. Ansonsten ist London wie Wien. Nur freundlich, aber genauso windig.

Angekommen mit einem rießen Hunger, also gleich einmal etwas zum Essen suchen. Ab ins nächste Lokal und bestellen. Subway … wäre ich doch ein / zwei Meter weiter gegangen. Wenn ich meinte bei Fish & Chips hatte ich keine Ahnung was ich mache … Boy, was I wrong! Ich glaube ich habe alle Zutaten gesagt die mir au Englisch eingefallen sind. Irgendwann durfte ich auch etwas erwähnt haben wie “heat” (habe wahrscheinlich wheat) sagen wollen). Auf jeden Fall habe ich dadurch geschafft, dass das Sandwich getostet wurde. Yeah! Das Sandwich war genial. Ich durfte nur “Chili” etwas zu oft erwähnt haben. 😉

Street in Notting Hill
Street in Notting Hill

So bin ich am Ende des Tages schließlich im Hotel gelandet. Ich mag London vom ersten Augenblick an! Hier lässt es sich aushalten. Es passt einfach alles. Kein Wunder das mein Kusin hergezogen ist. Speaking of. Dem Tipp von meinem Kusin folgend werde ich morgen früh gleich den Tag mit einem Flohmarkt beginnen. Mal rausfinden wo Portobello bzw. Notting Hill ist.

Beim Spazieren durch Notting Hill bin ich zufällig zu einem Videodreh gekommen. Nach ein wenig Kommunikation und einem ausgefallenen zweiten Kameramann verbrachte ich dann den Abend damit zweite Kamera zu machen.

Videodreh in Notting Hill
Videodreh in Notting Hill

UK – Tag 7 – Glasgow

Wieder ist strahlender Sonnenschein, als ich mich auf die Reise mache. Das wird meine letzte Station vor London. Viele Leute haben mir gesagt das ich Glasgow unbedingt sehen muss. Dementsprechend hoch sind meine Erwartungen. Gestern Abend habe ich noch eine Reisegruppe aus Glasgow getroffen, die mir einige Tipps gegeben haben, was ich unbedingt sehen muss. Zum Glück bin ich zwei Tage dort, oder?

Ups! Zu allererst. Ich dachte ich habe 2 Tage in Glasgow Leider ist es jedoch nur ein Tag. Das hat mich etwas schockiert, dass ich jetzt einen Tag weniger zur Verfügung habe. Das habe ich dann aber erst am Abend mitbekommen, als ich im Hotel eingecheckt habe. Also von vorne.

Sunrise in Oban
Sunrise in Oban

Jetzt bin ich endgültig aus den Highlands raus. Diese weite traumhafte Landschaft. Mit wahllos verstreuten Burgen.

Burg am Wasser
Burg am Wasser

Dann der komplette Kontrast dazu. Glasgow.

Glasgow ist anders. Ich hatte es mir etwas wie Edinburgh vorgestellt. Aber weit gefehlt. Es ist eine Mischung aus Prag und Wien und wahrscheinlich London.

Auf Anraten der Reisegruppe von gestern, habe ich im Kelvingrove – Art Gallery und Museum begonnen.

Kelvingrove - Art Gallery und Museum
Kelvingrove – Art Gallery und Museum

Begrüßt wird man gleich durch ein interaktives Auge das einen verfolgt.

Interaktives Auge
Interaktives Auge

Es ist ein sehr imposanter Bau.

Eingangshalle - Kelvingrove
Eingangshalle – Kelvingrove

Diese schwebende Köpfe kamen mir irgendwie bekannt vor. Wenn ich mich bloß erinnern könnte woher?

schwebende Köpfe - Kelvingrove
schwebende Köpfe – Kelvingrove

Gefolgt von einer Ausstellung schottischer Tiere von damals bis heute, Technikentwicklung der Zeit, sowie Erfindungen die Schotten gemacht haben und unsere Welt geprägt haben. Weiter zu Gemälden.

Emile Bernard
Emile Bernard

Wunderbar angeordnet mit aussagekräftigen Zitaten der Künstler.

Camille Pissarro
Camille Pissarro

Das Museum war ein guter Anfang in Glasgow.

schottische Band
schottische Band

Der Markt war ziemlich überfüllt. Außerdem war gerade ein Markt mit Ständen von allen möglichen Ländern, mit deren Köstlichkeiten. Ich habe irgend etwas aus Wales probiert. Keine Ahnung was es war, ich habe mich auch nicht getraut nachzufragen. Auf jeden Fall war es hervorragend.

Dann hat es zu regnen begonnen und ich habe mir gedacht das ich Glasgow auf Morgen verschiebe (wie ich ja noch nicht wußte, dass ich da schon sehr viel weiter südlich sein werde). Also bin ich mal Richtung Stirling gefahren zu der Stadt meiner heutigen Unterkunft. Aber ehrlich, Reisebüro… “Die letzten zwei Tage in Glasgow bitte.” Dürften sie verstanden haben als: “Ein Tag in Glasgow, aber wenn möglich mit einer Übernächtigung 30 Meilen davon entfernt.” Zugegeben, es war mein Fehler, dass ich die Daten vor der endgültigen Buchung nicht noch einmal kontrolliert habe. Aber was solls? Stirling ist auch eine schöne Stadt mit sehr schönen Sehenswürdigkeiten. Wie dem Stirling Castle.

Stirling Castle
Stirling Castle

Oder dem Wallace Monument.

Wallace Monument
Wallace Monument

Sehr schönes Monument, sehr hoch, sehr sehr hoch!

*Fitnessübungen für 2013 – check

Overview over Stirling
Overview over Stirling

Nach diesem Trip war ich schon froh ins Hotel zu kommen. Um zu merken das ich nur noch heute in Schottland bin und meine Sachen zu packen, dass ich es rechtzeitig zum Flughafen schaffe und keine Probleme bekomme.

Zusammenfassung: Von Regen aufgeweicht, vom Monument komplett zerstört, im Zeitplan komplett durcheinander geworfen, meine Sachen im Zimmer verteilt. Kein schlechter Tag.

Schottland in 54GB.

 

 

 

 

 

 

 

UK – Tag 6 – Oban

Strahlender Sonnenschein! Soviel zum schlechten Wetter. Nach der ersten Tour noch kurz wieder zurück ins Hotel. Welches, in der Tat wieder einiges gut machte. Warmes englisches Frühstück und Blick auf den Hafen. Was gibt es besseres?

morning in broadford
morning in broadford

Dann noch kurz Auschecken. Nur ein Computerausfall verhinderte dies kurz. Hatte ich genug Zeit darüber zu lachen und war froh das ich selbst ausser meiner Kamera und einem uralten Nokia keine Technik mit hatte. In den ersten 15 Minuten war es ja noch lustig. Meine Stimmung war dann wieder am Boden als das System erst wieder nach 60 Minuten funktionierte. Einfach nur raus und in den nächsten Ort in ein Café.

Eilean Donan Castle
Eilean Donan Castle

Dementsprechend gestärkt ging es Richtung Oban. Was sich als eine traumhafte Strecke heraus stellte. Fast den ganzen Weg an der Küste oder Flüssen entlang.

Loch Loyne
Loch Loyne

Flohmärkte habe ich bis jetzt noch keinen Einzigen gefunden. Von den Schotten werde ich jedoch auf “Charity Shops” verwiesen. Diese sind extrem schwer zu finden, kann ich aber nur jedem empfehlen. Die Preise sind traumhaft und die Shops gefallen jedem, der gerne auf Flohmärkte geht.  Meine Suche nach einer Ersatz Analog-SLR war jedoch nicht erfolgreich. Vielleicht wird es ja in den folgenden 2 Tagen in Glasgow etwas. Ansonsten mit Sicherheit in London.

Aber ich hätte ein paar geniale alte Kameras gefunden! #wimvg

Asiatische Touristen sind auch in England ein Wahnsinn! Für 20 Minuten habe ich ein Pärchen, im Alter von 60 Jahren, verfolgt. Ob die überhaupt wissen wie Schottland aussieht? Oder wo sie überhaupt sind? Sie haben nicht einmal von deren Kameras aufgeschaut. Ich muss das auch einmal für einen Tag versuchen.

“Mein Leben durch den Viewfinder” – Andererseits, mache ich das so schon jeden Tag.

Laut Reiseführer ist Oban keine schöne Stadt. Dem muss ich widersprechen. Es ist eine traumhafte Hafenstadt. Auch ist hier jedes dritte Geschäft eine Gallerie, selbst die Geschäfte und Bars rund um diese sind geschmückt mit Schaffenswerken von Künstler. Künstler dürften sie nicht zu wenig haben in Oban. Kunst in jedem Stil und jeder Epoche.

Dann hat leider der Regen eingesetzt und ich habe eine Stunde bei einem Tattowierer in der Stadt verbracht. Neben ein paar gemütlichen Bier und guter Musik haben wir meine nächsten Tattoos ausgearbeitet. Da er diese Tattoos nicht selbst macht, sondern erst wieder wenn ich daheim bin, hat er nur eine Entschädigung für die Designs bekommen. Außerdem war er zwar ein begnadeter Künstler, nachdem ich ihm jedoch den Schriftzug dreimal korrigieren musste war mir nicht mehr ganz so wohl bei der Sache. 😉

Dumm herum sitzen liegt mir jedoch nicht und ich erkundigte die Umgebung von Oban etwas genauer.

In Oban haben sie sogar ein eigenes Kollosseum nachgebaut.

Kollosseum Oban
Kollosseum Oban

Eine Burgruine in mitten vom Campus in Aryll.

Dunstaffnage castle
Dunstaffnage castle

The island of seil, nur erreichbar durch eine Brücke. Für kurze Zeit bleibt einem das Herz stehen wenn man über diese Brücke fährt. Zum Einen ist sie extrem schmal und dann ist die Brücke wie ein Dreieck gebaut das man bei der Überfahrt absolut keine Ahnung hat wo man gerade ist oder was auf der anderen Seite der Brücke gerade passiert. Dieses Gefühl verschwindet auch nicht, wenn man die Brücke mehrmals überquert. Habe ich versucht! 😉

Bridge over the altantic
Bridge over the altantic
Bridge over the altantic - the jump
Bridge over the altantic – the jump

Überhaupt sind die Strassen in und rund um Oban wohl nur für Fahrräder ausgelegt. Und selbst da nur einspurig. Das fällt besonders auf, wenn man durch die Strassen wandert und nebenbei bemerkt das überdurchschnittlich viele Spiegel an den Autos fehlen.

Ach ja, der Regen. Der dauert hier immer nur für 5 Minuten und dann strahlt gleich wieder die Sonne. Mindesttemperaturen waren bis jetzt bei 15°C heute Morgen. Inwzischen ist es 18:00 Uhr und es hat 20°C. Kaum zu glauben das ich solches Glück mit dem Wetter habe. Und es ist ein unvergleichbarer Luxus am Abend in einem Café auf der Terasse zu sitzen, mit Blick auf das Meer.

Der Standard für das Hotel hat sich wieder entscheidend verbessert. Leider ist dies das zweite Hotel ohne Parkplatz. Da hätte ich schon gerne einen Koffer genommen mit Rollen. So trotte ich einfach wie ein Packesel durch die ganze Stadt. Dafür war alles vergessen wie ich auf das Zimmer gekommen bin. Das erste Zimmer mit Meerblick. Leider bin ich nur eine Nacht hier. Morgen geht es weiter, wieder ins Landesinnere. Hauptsache so ein Zimmer war dabei!

Gute Nacht.